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Freiwilligenpolitik mitgestalten

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Kosten der Koordination von Freiwilligen als Leistungsbestandteil akzeptieren

Avatar: Handlungsempfehlung Handlungsempfehlung
24.03.2022 15:41  
Angenommen

Freiwilligenorganisationen können Kosten, die für die Koordination und das Management von Freiwilligen entstehen, gegenüber Fördergebern oftmals nicht abrechnen. Dabei geht es nicht um die im Freiwilligengesetz angesprochenen Förderungen, sondern um Leistungsverträge und Förderungen für verschiedene (soziale) Dienstleistungen durch die öffentliche Hand. Freiwilliges Engagement wird dort oft unterstützend eingesetzt, die dafür notwendige Infrastruktur in den Freiwilligenorganisationen kann hingegen nicht abgerechnet werden. 

Freiwilliges Engagement spielt bei vielen Dienstleistungen im Sozial- und Gesundheitsbereich (z.B. Pflege/Betreuung, Wohnungslosenhilfe) eine wichtige begleitende Rolle. Hier könnten die zuständigen Stellen auf Landes- und Gemeindeebene sensibilisiert werden, bei Leistungsverträgen und Förderungen die Koordination von Freiwilligen als Bestandteil der Leistung zu akzeptieren. 

  • Welche Erfahrungen haben Sie mit Leistungsverträgen und Förderungen gemacht, bei denen (auch) Freiwillige zum Einsatz kamen?
  • Welche Verbesserungen sind hier möglich?

Diese Handlungsempfehlung wurde angenommen, weil:

Vielen Dank für die konstruktive Diskussion und Ihre Beiträge. Wir haben neue Perspektiven und neue Ideen bei der Überarbeitung der Handlungsempfehlungen für das Ranking möglichst umfassend integriert. Bestärkende oder unterstützende Aussagen sind der Länge/Lesbarkeit wegen nicht in den Text für die Handlungsempfehlungen eingeflossen. Im Abschlussbericht werden alle Ihre Kommentare abgebildet sein, ebenso wie die Anzahl der in der Diskussion bereits getätigten Unterstützungen.

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13 Kommentare

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Avatar: Magdalena Plöchl Magdalena Plöchl
13.04.2022 15:04
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Zugunsten  

Das wäre eine wichtige Maßnahme, um die Qualität in der Freiwilligenkoordination zu erhöhen und hätte auch unmittelbare Auswirkungen auf die freiwillig Engagierten.
Ausreichend Ressourcen für die Freiwilligenkoordination führen in der Regel dazu, dass sich die Freiwilligen in der Organisation gut begleitet und wertgeschätzt fühlen.

Avatar: Christian Haselgruber Christian Haselgruber
24.04.2022 18:02
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Man könnte dasselbe Abrechnungssystem, (Reisekostenaufwandspauschale) wie es bei Sportvereinen möglich ist, auch für alle anderen Ehrenamtlichen Tätigkeiten übernehmen.

Rückmeldung zur Handlungsempfehlung
Avatar: Sonja Hamburger Sonja Hamburger
26.04.2022 14:57
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Förderungen sind unterschiedlich. Manchmal wird Freiwilligenkoordination professionell berücksichtigt, manchmal wird jedoch schon im Förderaufruf darauf hingewiesen, dass Freiwilligenarbeit "ausdrücklich" erwünscht ist (Kostensenkung) aber nicht abrechenbar. Solange die Akzeptanz vieler Fördergeber bezüglich Freiwilligenarbeit nach dem Motto: "Wurscht, Hauptsache kost nix" ist, solange wird die Qualität der Freiwilligenkoordination immer an dem persönlichen, freiwilligen Mehraufwand der KoordinatorInnen liegen. Die Arbeit mit Freiwilligen ist nichts was einfach so mitläuft...wenn sie professionell - und somit auch zeitlich intensiv ist - und für alle Beteiligten einen außerordentlichen Nutzen hat, dann muss sie auch als solche bewertet und abgegolten werden. Würden jemand in der Privatwirtschaft sagen: "Ah Sie haben ab jetzt die Personalverantwortung für 90 Personen, aber sorry, machen Sie das bitte in Ihrer Freizeit"!? -ich glaube nicht.

Avatar: Barbara Palicka Barbara Palicka
20.05.2022 09:25
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Ja, im normalen Arbeitsaltag würde niemand 100 Leute verwalten, Mails schreiben, Infos zukommen lassen, Abrechnungen einreichen, Buchhaltung, Organisation für Events etc. GRATIS machen...

Avatar: Gernot Jochum-Müller Gernot Jochum-Müller
29.04.2022 18:05
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Kostenübernahmen für Koordination aber auch Transparenz über die Leistungen und Wirkungen wären in diesem Bereich sehr wünschenswert.
Die Abgrenzungen der verschiedenen Angebote in Freiwilligenkeit und ähnlichen Formen ist nicht kundenorientiert. Menschen können von sich aus unterscheiden, ob sie eine Leistung freiwillig machen oder z.B. mit dem Dienstleistungsscheck, das kann auch von Fall zu Fall variieren. Für die Menschen die um Hilfe anfragen, Organisationen die "helfende" suchen sollten jede Unterstützung an einer Stelle bekommen. Sonst entstehen Strukturen nebeneinander die nicht hilfreich sind.

Avatar: Johannes Guger Johannes Guger
03.05.2022 11:57
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Neben der Berücksichtigung von Koordination von Freiwilligen als Leistungsbestandteil bei Leistungsverträgen und Förderungen sind generell Sozialkriterien und der Mehrwert von Freiwilligkeit im Vergaberecht aufzunehmen. Bei Projekten, wo Eigenleistungen der Projektträger beizusteuern sind, sollen als derartige Eigenleistungen auch die entsprechend bewerteten und durch Freiwillige erbrachten Leistungen Berücksichtigung finden.

Avatar: hasenöhrl helmar hasenöhrl helmar
04.05.2022 16:40
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Zugunsten  

Notwendigkeit ist gegeben. Overheadkosten entstehenden bei jeder Freiwilligentätigkeit. Ein bestimmter Prozentsatz wäre jeweils festzulegen. Zu berücksichtigen wären auch die Kosten für das zur Koordination benötigte Personal. Insbesondere für den überbordenden Bürokratismus bei Beantragung und Abrechnung ist geschultes Personal unumgänglich, dies können die Freiwilligen nicht bewältigen., Dieser Subventionsverwaltungsaufwand ist mit zu Subventionieren.

Avatar: Sport Austria Sport Austria
09.05.2022 11:49
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Zugunsten  

Es sollte zwischen Förderungen und Leistungsverträgen differenziert und für jede Form die passende Lösung gefunden werden.
Zusätzlich zur Berücksichtigung der Kosten der Koordination von Freiwilligen könnten ehrenamtlich erbrachte Leistungen bei Förderungen, die von der förderungswerbenden Organisationen Eigenleistungen voraussetzen, in Form einer, vom Ausmaß des Projekts abhängigen, Pauschale oder in den abzurechenden Overheadkosten Berücksichtigung finden.

Avatar: Jugend Eine Welt Jugend Eine Welt
09.05.2022 11:52
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Es sollte außerdem klarer formuliert werden, dass freiwilliges Engagement in der eigenen Organisation (aber einem anderen Arbeitsfeld) möglich ist (z.B. ein ehrenamtlicher Rettungsdienst von administrativen Mitarbeitenden).

Avatar: Stefan Grubhofer Stefan Grubhofer
11.05.2022 06:49
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Vor allem für Weiterentwicklung von Freiwilligenorganisationen, welche in erster Linie von Ehrenamtlichen geführt werden, notwendig.

Avatar: Martin Oberbauer Martin Oberbauer
15.05.2022 11:50
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Zugunsten  

Wenn Freiwilligenarbeit in Projekten oder im laufenden Betrieb eines Vereines vorkommt, dann ist es m.E. Aufgabe der Fördergeber, zeitgemäße, von Qualitätsansprüchen getragene Rahmenbedingungen mitzufinanzieren. Die Haltung, den Mehrwert der Freiwilligentätigkeit für die Gesellschaft zu nutzen, muss Entscheidungsträger/innen mehr wert sein als bisher. Daher befürworte ich ebenfalls die standardmäßige Berücksichtigung von Kosten für die Koordination der Freiwilligen bei der Förderung von Projekten und laufendem Betrieb. Im besten Fall könnte das überarbeitete Freiwilligengesetz vorsehen, dass bei Kostenaufstellungen in Förderansuchen stets auch Kosten für qualitätsvolle und für Freiwilligenarbeit erforderliche Rahmenbedingungen (z.B. Koordinationsstellen, Anerkennungskultur, Versicherungsbeiträge, Fahrtkostenersatz) vorkommen, unabhängig von sonstigen Overhead-Kosten.

Avatar: Barbara Fastner, ASKÖ Bundesorganisation Barbara Fastner, ASKÖ Bundesorganisation
16.05.2022 16:13
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Zugunsten  

Ein gesunder Mix aus freiwillig Engagierten und hauptamtlich finanziertem Personal , welches begleitet und unterstützt, wird langfristig zum Erfolg führen und auch künftig Innovationen ermöglichen.

Avatar: Sigrid Sigrid
23.05.2022 22:43
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Eine Begleitung von Ehrenamtlichen und Freiwilligen wird immer wichtiger. Diese Verantwortung müssen Organisationen übernehmen. Dafür braucht es die Möglichkeit Kosten für Personal bei öffentlichen Förderungen abrechnen zu können. Dies ist dringend nötig für Qualitätssicherung.

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